Herzlich Willkommen bei „Flausen im Kopf“

Flausen im Kopf

Die Bedeutung von „Flausen im Kopf“ wird unter anderem so beschrieben: „unrealistisch sein, verrückte Einfälle haben, undurchführbare Pläne schmieden“.

Manchmal beschreibt die Redewendung „Flausen im Kopf“ in Wirklichkeit den Ausdruck eines Gehirns, das anders arbeitet. Anders heißt dabei nicht falsch – sondern anders als „typisch“.

Der Begriff Neurodiversität beschreibt die natürliche Vielfalt menschlicher Gehirne. Menschen nehmen ihre Umwelt unterschiedlich wahr, denken unterschiedlich, lernen unterschiedlich und reagieren unterschiedlich auf Anforderungen des Alltags. Diese Vielfalt bereichert unsere Gesellschaft – sie stellt uns aber auch vor Herausforderungen, denn allzu häufig sind unsere System für „typische“ Gehirne gedacht.

Prof. Dr. André Zimpel bringt dies treffend auf den Punkt:

„Neurodiversität überfordert unsere Gesellschaft oft, besonders wenn sie nicht erkannt wird.“

Genau hier setzt meine Arbeit an. Denn Verständnis verändert den Blick. Wer erkennt, dass ein Verhalten nicht Ausdruck von Unwillen, sondern einer anderen Art der Informationsverarbeitung ist, kann Erwartungen anpassen, neue Wege finden und passende Unterstützung ermöglichen.

Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD). Meine Pflegetochter hat mich 2017 mit der FASD Diagnose auf diese Reise geschickt. FASD ist eine der häufigsten und gleichzeitig am wenigsten bekannten Ursachen für eine lebenslange Behinderung. Menschen mit FASD stoßen im Alltag häufig auf Missverständnisse, weil ihre Besonderheiten von außen oft nicht sichtbar sind. Umso wichtiger ist es, Wissen zu vermitteln und das Verständnis für neurodivergente Menschen zu stärken.

Mit meinen Seminaren, Webinaren und Vorträgen möchte ich dazu beitragen, dass Fachkräfte, Familien und alle Interessierten Verhalten neu einordnen können. Nicht das Verhalten steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch dahinter. Wenn wir verstehen, wie ein Gehirn arbeitet, entstehen neue Möglichkeiten der Begleitung, der Teilhabe und des Miteinanders.

Flausen im Kopf steht deshalb für einen Perspektivwechsel: Weg von „Was stimmt mit dir nicht“ hin zu „Was kann ich verändern, damit es dir leichter fällt“. Denn häufig beginnt gute Unterstützung genau dort, wo wir bereit sind, anders hinzuschauen.

Ich wünsche viel Spaß auf meiner Website!

Cornelia Fornefeld